Biostation Düren: Biologische Station im Kreis Düren e.V.
Biberzensus 2011 / 2012
Dei Biologische Station iom Kreis Düren führt alle drei Jahre einen
Biberzensus im gesamten Kreisgebiet durch. Angesichts der hunterten Kilometer Fließgewässer, an denen Biber leben können, ist dies nur mithilfe ehrenamtlicher Kartierer möglich.
Derzeit läuft die Bibervolkszählung. Falls Sie Fragen zum Biberzensus haben oder bei der erfassung mitmachen wollen, wenden Sie sich an Lutz Dalbeck
(Lutz.Dalbeck (at) biostation-dueren.de).
Biberzensus 2009 : Ergebnisse liegen vor
Durch die flächendeckende Erfassung konnte im Jahr 2009 der Kreis Düren so gut wie nie zuvor untersucht werden, nennenswerte Erfassungslücken gibt es nicht.
Insgesamt konnte das Erfassungsteam aus 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Kreis Düren 63 aktuell besetzte Biberreviere nachweisen. Das entspricht rechnerisch ca. 200 Bibern im Kreisgebiet.
Damit ist der Bestand seit dem letzten Zensus im Jahr 2004 im Kreis Düren jährlich um ca. 6% gewachsen. Insgesamt hat sich der Zuwachs damit – wie zu erwarten war – deutlich verlangsamt: Zwischen 2000 und 2004 lag das Wachstum noch bei fast 12%.
Die auf diesen Daten beruhende aktuelle Verbreitungskarte des Bibers ist in der neuen Biberbroschüre “Mit dem Biber Leben” abgedruckt.
Allen, die beim Zensus geholfen haben gilt auch hier noch einmal unser herzlicher Dank!
Sie können die Broschüre auch zugesandt bekommen; bitte hierfür einen frankierten und addressierten Rückumschlag (A5) einsenden an: Biologische Station im Kreis Düren, Zerkaller Str. 5, 52385 Nideggen.
Warum eine Volkszählung bei Bibern ?

Biber-Zensus in der Eifel
Durch die Wiederansiedlung hat sich der Biber wieder erfreulich erfolgreich in der Region etablieren können. Da Biber aber die Landschaft nach ihren eigenen Bedürfnissen gestalten, ist inzwischen ein Bibermanagement notwendig, das eine Arbeitsgruppe aus Wasserverband, Forst, Landwirtschaft und Biologischer Station wahrnimmt. Dabei ist es von besonderer Wichtigkeit, zu wissen, wo es Biber gibt, um Schwierigkeiten möglichst vorbeugen zu können. Die Kenntnis aller Biberreviere ist daher die notwendige Grundlage für die „Arbeitsgruppe Biber“.
Wie viel Aufwand ist der Biberzensus ?

Biberburgen sind in der Eifel bisher eine Seltenheit
Der Aufwand für die Bibererfassung bestimmt jeder Teilnehmer selbst und kann von der Erfassung einzelner Biberreviere, Gewässerabschnitte bis hin zur Suche entlang ganzer Fließgewässer reichen.
Auch Einzelbeobachtungen sind von Interesse. Wenn Sie entsprechende Informationen haben, oder falls Sie am Biberzensus teilnehmen möchten aber an der ersten Veranstaltung aus Termingründen nicht teilnehmen können bitten wir um Rückmeldung.
Informationen für Kartierer
Für die Kartierer der Biber stehen an dieser Stelle – mit Ausnahme der Karten – alle notwendigen Unterlagen zur Verfügung. Allerdings sollten alle, die an der Kartierung teilnehmen möchten, zunächst Kontakt mit der Biologischen Station Düren aufnehmen, da dies für die Koordination wichtig ist.
Die Erfassungsunterlagen entsprechen dem NRW-weiten Standard, können also über den Kreis Düren hinaus Verwendung finden:
Wie funktioniert der Biberzensus ?
Für die Geländearbeit sind notwendig:
- Klemmbrett
- Bleistift/Kugelschreiber
- Karte
- Gelände-Erfassungsbogen
- Habitat-Erfassungsbogen
- Blatt mit den Erläuterungen
Hilfreich, aber nicht notwendig, ist auch ein Fernglas.
Die Geländeerfassung erfolgt im Winter durch die Suche nach Spuren entlang der Ufer der Gewässer. Die Lage typischer Spuren wird mit einem Punkt in einer Karte vermerkt und daneben eine Nummer geschrieben. In den Geländeerfassungsbogen trägt man dann die Nummer ein und füllt daneben aus, welcher Art Spuren man gefunden hat. Dies sind typischerweise:
- angenagte, gefällte Bäume
- Aus- bzw. Einstiege an den Ufern
- frische oder eingebrochene Baue/Röhren
- Biberdämme
Zusätzlich erfasst man den Lebensraumder Biber über den “Habitatbogen “. Er sagt aus, wie gut der jeweilige Lebensraum für Biber geeignet ist.
Die Reviererfassungsbögen füllt man zu Hause nach Beendigung der Feldarbeit aus.